Projektrealisation (SP)
Die Aufgabe der Abteilung
Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen Treffpunkt bieten und auf sie zugehen,
um eine Vertrauensbeziehung aufzubauen und auf ihre Bedürfnisse und Anliegen einzugehen
Jahresbericht 2025 – Abteilung SP
Adrien Oesch, Abteilungsleiter SP
REPER ist 20 Jahre alt, aber REPER hat nicht bei null angefangen. Die Abteilung Strasse & Projektrealisation auch nicht, denn sie ist aus dem 1972 gegründeten Verein Release hervorgegangen, der 2006 mit der Freiburgische Liga zur Vorbeugung des Alkohol- und Drogenmissbrauchs zu REPER fusionierte. SP stützt sich seit den Anfängen auf solide und bewährte Konzepte, Erfahrung und Know-how, die im Laufe der Jahre verfeinert wurden. Es ist auch eine Geschichte von Menschen, die dieses lebendige Erbe geprägt haben; die als Studierende anfingen, dann als Festangestellte arbeiteten und später Direktor oder Abteilungsleitende wurden, und von vielen anderen Kolleginnen und Kollegen, die ihren Teil zum Gesamtwerk und seiner Geschichte beitrugen und es immer noch tun.
Aber hat mit den Jahren nicht das Instituierende die Oberhand über das Instituierte gewonnen? Während SP bei der Fusion 6 Mitarbeitende zählte, sind es heute 15. Mit Mandaten vom Kanton und 7 Gemeinden hat sich SP weit vom Autonomiegedanken der ersten Jahre von Release und dessen Verzicht auf jegliche Abhängigkeit von staatlichen Subventionen entfernt.
Doch trotz dieser Entwicklung ist SP den Grundprinzipien und dem Ansatz, die seine DNA ausmachen, treu geblieben, nämlich auf die Jugendlichen zuzugehen und sie bedingungslos anzunehmen. SP hat immer noch die zwei Standbeine Empfangsbereitschaftsdienst und Strassensozialarbeit und zeichnet sich heute durch «niederschwellige» und massgeschneiderte Interventionen aus, die so nahe wie möglich an den Bedürfnissen der Zielgruppe sind. Die Abteilung hat zudem stets ihre Fähigkeit aufrechterhalten, sich in neue Kontexte vorzuwagen und sich an diese anzupassen sowie mit Innovationskraft auf neue Herausforderungen zu reagieren. Um nur einige Beispiele zu nennen: Festi Grand-Places, Plattform Jugendliche, Mini-Jobs-Pol, Espaces Jeunes, Liegestühle, Herzsprung, Expertises Jeunesse … etc. Diese Projekte und ganz allgemein die Entwicklung von SP wären ohne die Integration in REPER nicht möglich gewesen, da der Verein SP Sichtbarkeit verschafft und die einzelnen Abteilungen sich gegenseitig ergänzen. Aber auch die Anerkennung, die REPER im Kanton Freiburg insbesondere auf politischer Ebene geniesst, hat zu den Erfolgen beigetragen.
Ohne sich selbst zu sehr loben zu wollen – dieser Rückblick ist wichtig, denn er erinnert uns daran, wo die Wurzeln unserer täglichen Arbeit liegen, und ermutigt uns, weiterhin in diesem Geist zu arbeiten, der vor 53 Jahren zur Gründung von Release und vor 20 Jahren zu jener von REPER führte.
Das Team
Adrien Oesch
Abteilungsleiter
Margaux Amstutz
Strassensozialarbeiterin
Jayr Cuevas
Strassensozialarbeiter
Daphne Ducrest
Strassensozialarbeiterin
Selina Falcone
Strassensozialarbeiterin
Arnaud Frossard
Strassensozialarbeiter, Neyruz
Châu Ha
Strassensozialarbeiter
Julien Fornecker
Strassensozialarbeiter
Christel Richoz
Strassensozialarbeiterin
Alain Scherrer
Sozialarbeiter – Empfang
Valmir Selimi
Strassensozialarbeiter
Onur Songur
Strassensozialarbeiter
Alexandra Walther
Koordinatorin "Mini-Jobs-Pol"
Rebecca Weiss
Sozialarbeiterin
Marylène Robert
Praktikantin
Statistiken
2025 wurden 414 Jugendliche und 44 Familien begleitet und 2417 Gespräche geführt
920 Einsätze der aufsuchenden Jugendarbeit und 134 Einsätze des Empfangsbereitschaftsdienst