Vorbildung (Prefo)
Die Aufgabe der Abteilung
Jugendliche und junge Erwachsene durch eine individuelle Begleitung bei der Verwirklichung ihres Berufsbildungsprojekts,
durch Selbstreflexion und konkrete Entdeckungen in der Arbeitswelt und in vielen anderen Projekten, unterstützen
Jahresbericht 2025 – Abteilung Prefo
Die Abteilung Berufliche Vorbildung erlebte in den letzten Jahren grosse Veränderungen. Gründe dafür waren Entwicklungen bei der Zielgruppe sowie die Erwartungen der Auftraggeber. 2018 ermöglichten ein Umzug und die Fusion mit der Stiftung Jobstarter, die mit der Eingliederung deutschsprachiger Jugendlicher im Kanton befasst ist, die Absicherung des Mietvertrags und eine finanzielle Entlastung. Parallel dazu forderte der Auftraggeber, dass die MoSe/PREFO-Massnahmen von einer teilweise beschäftigungsorientierten Logik zu Dienstleistungen übergehen, die stärker auf die berufliche Eingliederung ausgerichtet sind. Diese Veränderungen verlangten grosse Anpassungsfähigkeit von den Teammitgliedern, die sie im Dienst der Jugendlichen auch an den Tag legten. Seit einem Jahr zeigt sich diese Fähigkeit erneut in der Mitarbeit an der Neugestaltung der wichtigsten kantonalen Eingliederungsstrukturen. Diese Neugestaltung wird zur Folge haben, dass die Prefo bei REPER ausgegliedert wird, was eine Budgetrationalisierung sowie effizientere Arbeitsabläufe ermöglicht. Diese Anpassungsfähigkeit ist der Schlüssel zum Fortbestehen unserer Abteilung. Sie zeigt sich in der Begleitung von Jugendlichen, deren psychische Gesundheit Anlass zur Sorge gibt und deren Profile im Laufe der Zeit komplexer werden. Die Herausforderung besteht darin, ihre Bedürfnisse zu erkennen und die Massnahmen sinnvoll für ihre soziale und berufliche Eingliederung anzupassen. Diese zunehmende Komplexität bringt eine neue Entwicklung mit sich, die den Erwerb neuer Kompetenzen erfordert: die Frühintervention bei Jugendlichen im Zusammenhang mit der IV-Revision von 2022.

Testimonial von Pauline Varga
Abteilungsmitarbeiterin Berufliche Vorbildung REPER.
„Als Mitarbeiterin denke ich, dass der Kern unserer Arbeit darin besteht, sich nicht nur an den Kontext anzupassen, sondern auch an die Zielgruppe, mit der man arbeitet, und an die Bedürfnisse der Praxis. Das ist das, was wir immer getan haben: zu versuchen, aus all den Anpassungen, die von allen Seiten kommen, etwas zu konzipieren. Heute, angesichts der angekündigten Ausgliederung der Abteilung und der Zukunft der beruflichen Eingliederung, besteht die Gefahr, dass man künftig diese Notwendigkeit aus den Augen verliert, sich an die Bedürfnisse der Praxis anzupassen. Wenn die berufliche Vorbildung bei uns weiterbestehen würde, lägen die heutigen und künftigen Herausforderungen in einer Zielgruppe, bei der ich veränderte Bedürfnisse sehe. Die Zielgruppe wird immer komplexer, mit atypischen Profilen und Jugendlichen, die immer häufiger neurologische Entwicklungsstörungen oder andere Funktionsstörungen aufweisen, Meiner Meinung nach wird man die Begleitung dahingehend anpassen müssen, dass man nicht nur Hindernisse abbaut, sondern auch die Stärken dieser Zielgruppe fördert.»
Das Team
PREFO – Statistik
Anzahl der Plätze/Jahr: 2024-2025
Teilnehmende, die durchschnittlich 5-6 Monate lang betreut werden
Im Schuljahr 2023-2024 :
- Ein deutschsprachiges Pilotprogramm, das sich an die selbstständigsten Jugendlichen richtete, wurde gestartet. Insgesamt haben 8 Jugendliche von diesem Programm profitiert.
- Die Abgänge aus der PREFO mit einer Lösungsfindung sind innerhalb eines Jahres um 10% gestiegen.